Rückblick

Handelspolitische Autonomie der Schweiz?

23.11.2018 09:30

  • Jahrestagung

Beschreibung

Die Schweiz ist handelspolitisch autonom. Sie agiert in der Welthandelsorganisation (WTO) eigenständig und handelt mit anderen Staaten Freihandelsabkommen aus. Gleichzeitig profitiert die Schweiz mitunter direkt von Massnahmen der EU; dies mag etwa der Fall sein, wenn die EU eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung des WTO-Rechts spielt oder wenn sie Schutzmassnahmen gegen ausländische Produkte erlässt und dadurch erreicht, dass unfaire Handelspraktiken beseitigt werden. Umgekehrt geraten schweizerische Unternehmen ins Hintertreffen, wenn die EU präferentielle Handelsbeziehungen unterhält, von denen die Schweiz nicht profitiert. Diesfalls ist es für die schweizerische Wirtschaft essentiell, die Nachteile auszugleichen, was sich mitunter als herausfordernd erweist. Schliesslich dürfte auch die Ausgestaltung des Verhältnisses der EU zum Vereinigten Königreich nach dem Brexit reflexartig Konsequenzen für die schweizerische Aussenwirtschaftspolitik haben.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Profitiert die Schweiz tatsächlich von der handelspolitischen Autonomie – oder wird ihre Bedeutung überschätzt, und es drängt sich eine Neubeurteilung der aussenwirtschaftspolitischen Optionen auf

Anmeldungen werden erbeten auf lst.oesch@rwi.uzh.ch.

Thema: Völkerrecht

Wo: Universität Zürich (RAA-G-01)

Wir und das Völkerrecht

05.11.2018 05:15

  • Konferenz

Beschreibung

Am 5.11.2018 findet an der Universität Freiburg ein deutsch-französischer Diskussionsabend zur Selbstbestimmungsinitiative statt. Im Anschluss an die Diskussion offeriert die Schweizerische Vereinigung für Internationales Recht ein Apéro. 

Referierende:
Prof. Samantha Besson, Universität Freiburg 
Prof. Oliver Diggelmann, Universität Zürich
Prof. Marco Sassòli, Universität Genf  

Wann: Montag, 5. November 2018, 17:15 - 19:00 Uhr 

Thema: Völkerrecht

Wo: Auditoire B, Miséricorde, Universität Freiburg 

Die Selbstbestimmungsinitiative - Fluch oder Segen

25.10.2018 07:15

  • Podiumsdiskussion

Beschreibung

Ende November 2018 gelangt die Volksinitiative «Schweizer Recht statt fremde Richter» (Selbstbestimmungsinitiative) zur Abstimmung. Schon lange nicht mehr hat ein Urnengang im Vorfeld eine derartig heftige Grundsatzdebatte ausgelöst. Zum öffentlichen Streitgespräch begegnen sich Roger Köppel, Nationalrat und Verleger der «Weltwoche», sowie Jean-Daniel Gerber, Präsident der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) und ehemaliger Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Moderiert wird der gemeinsam von der Universität Luzern und der Schweizerischen Vereinigung für Internationales Recht (SVIR) organisierte Anlass von Martina Caroni, Professorin für öffentliches Recht, Völkerrecht und Rechtsvergleichung im öffentlichen Recht an der Universität Luzern.

Thema: Völkerrecht

Wo: Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, 6002 Luzern, Hörsaal 1

„Business and Human Rights–To bind or not to bind“: Die aktuelle Schweizer Diskussion im internationalen Kontext

17.10.2018 03:52

Beschreibung

Sehr geehrte Mitglieder, Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass das nächste Lunch-Meeting der SVIR am 17. Oktober 2018 von 12:15 bis 14:15 Uhr im Restaurant “Lorenzini” in Bern
stattfinden wird.

Unser Gast ist

Prof. Dr. iur. Christine Kaufmann

Ordinaria für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Universität Zürich Vorsitzende des Leitungsausschusses des Kompetenzzentrums für Menschenrechte

Christine Kaufmann studierte an der Universität Zürich Rechtswissenschaften und promovierte mit einer Dissertation zum Thema „Hunger als Rechtsproblem – völkerrechtliche Aspekte eines Rechtes auf Nahrung“. Anschliessend arbeitete sie bei der Schweizerischen Nationalbank, wo sie zunächst im Rechtsdienst tätig war und die Nationalbank in den Verhandlungen über den Europäischen Wirtschaftsraum vertrag. Später leitete sie als Direktorin den Personaldienst. Nach einem Aufenhalt an der Universtity of Michigan School of Law befasste sie sich an der Universität Bern mit WTO-Recht und Fragen aus dem Bereich Trade and Finance sowie Trade and Human Rights. Auf den 1. Oktober 2002 erfolgte die Berufung an Universität Zürich. Sie initiierte und leitet das Kompetenzzentrum für Menschenrechte an der Universität Zürich (www.menschenrechte.uzh.ch). Das Zentrum ist Mitglied des Schweizer Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR) und zuständig für den Themenbereich "Wirtschaft und Menschenrechte". Seit 2013 wirkt Christine Kaufmann gemeinsam mit Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen als Ko-Präsidentin der Eidgenössische Kommission zur Beratung des Nationalen Kontaktpunktes für die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen ernannt.

Prof. Christine Kaufmann referiert zum Thema:


„Business and Human Rights–To bind or not to bind“: Die aktuelle Schweizer Diskussion im internationalen Kontext

Die Teilnahme an diesem Lunch-Meeting ist gratis für Mitglieder der SVIR. Für Nicht-Mitglieder beträgt die Anmeldegebühr CHF 75.- pro Person (Vortrag und Mittagessen). Da die Platzzahl beschränkt ist (40 Plätze), bitten wir Sie, uns Ihre Anmeldung bis spätestens am Freitag, 12. Oktober 2018, zuzusenden. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Ein Anmeldeformular liegt bei.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme am 17. Oktober 2018 in Bern und verbleiben mit freundlichen Grüssen.


Professorin Christine Kaddous, Präsidentin der SVIR

Thema: „Business and Human Rights–To bind or not to bind“: Die aktuelle Schweizer Diskussion im internationalen Kontext

Wo: Restaurant Lorenzini, Bern

Open Debate: Selbstbestimmungsinitiative und Menschenrechte - Gegensätze oder Ergänzung?

08.10.2018 07:30

  • Podiumsdiskussion

Beschreibung

Unter dem Slogan Schweizer Recht statt fremde Richter hat die SVP eine Initiative eingereicht, die die demokratische Selbstbestimmung der Schweiz bewahren will. Internationales Recht soll nicht über Schweizer Recht gesetzt werden und damit politisch unsere Grundrechte aushebeln. Die Initiative setzt damit eine politische Grundsatzfrage in Gange: Sind Demokratie und Menschenrechte Gegensätze oder Ergänzung?

Im Rahmen aktueller Debatten zu Völkerrecht und Menschenrechte, aber auch bei Themen wie direkte Demokratie, Souveränität oder Selbstbestimmung wird von fast allen Seiten das gegensätzliche und Ausschliessliche zwischen den Konzepten Demokratie und Menschenrechten betont. Auf der einen Seite herrscht die Angst vor einer Mehrheitsdiktatur, auf der anderen dominieren Ängste vor Fremdbestimmung. So sprechen heute viele namhafte Akademiker von einer Gefahr der Trivialisierung und Inflation der Menschenrechte. Internationales Recht wird beispielsweise auch als Haupttreiber innerstaatlicher Überregulierung und von Freiheitsverlusten betitelt. Umgekehrt lebt unsere Demokratie grundlegend von individuellen Rechten und von Freiheitsrechten. Sind dies wirklich Gegensätze oder einfach nur Spannungen, die ausgeglichen und moderiert werden müssen und können? Gehören Demokratie und Menschenrechte nicht historisch und ideell zusammen als zwei Seiten derselben Medaille?

Thema: Völkerrecht

Wo: Bern, Raiffeisen Forum, Schauplatzgasse 11

Evolutionary Interpretation in Different International Legal Systems

04.10.2018 10:00

Beschreibung

Evolutionary interpretation is an important concept in international law. Due to the slow nature of negotiations and the amendment processes, as well as the difficulties in reaching a consensus, international treaties are rarely modified. Therefore, how is it possible to ensure a convention, possibly signed more than a century ago, remains relevant in today's world? Evolutionary interpretation allows a judge to adapt his or her reading of the text to new social, environmental or technological realities. The text does not change, its interpretation does.

This conference will gather together experts on the topic in various themes of international law. Whether discussing the theory of evolutionary interpretation or its application in economic law, humanitarian law, environmental law or even EU law, this conference aims at clarifying the concept and finding common ground between these areas. There is a range of possible approaches to evolutionary interpretation, and the conference will also explore the possible limits of those approaches.

Thema: Völkerrecht

Wo: Genf, Uni Dufour, Salle U159

Das internationale Privatrecht digitaler Plattformen

28.06.2018 09:00

Beschreibung

Am 28. Juni 2018 wird in Lausanne die 30. IPR-Tagung des Schweizerischen Institus für Rechtsvergleichung organisiert. Dabei werden die Herausforderung der Sharing Economy, d.h. von Phänomenen wie Crowdfunding, Uber und andere über Internetplattformen vermittelte Leistungen für das internationale Privatrecht diskutiert.

Thema: Internationales Privatrecht

Wo: Schweizerisches Institut für Rechtsvergleichung, Lausanne (Dorigny)

Fixing Societies by Fixing Business?

24.05.2018 04:00

Beschreibung

Die vom Schweizerischen Institut für Rechtsvergleichung organisierte Tagung behandelt Reformen im Gesellschaftsrecht in Belgien, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz. Dabei wird insbesondere die Frage diskutiert, wie mit dem Gesellschaftsrecht sozialpolitische Ziele verfolgt werden (können / sollten).

Thema: Rechtsvergleichung, Gesellschaftsrecht

Wo: Schweiz. Institut für Rechtsvergleichung, Lausanne

Lunch-Meeting

20.04.2018 11:45

  • Lunch

Beschreibung

Die Teilnahme an diesem Lunch-Meeting ist gratis für Mitglieder der SVIR. Für Nicht-Mitglieder beträgt die Anmeldegebühr CHF 75.- pro Person (Vortrag und Mittagessen).

Da die Platzzahl beschränkt ist (40 Plätze), bitten wir Sie, uns Ihre Anmeldung bis spätestens am Freitag, 13 April 2018, zuzusenden. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt

Thema: Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union: Stand und Perspektiven

Wo: Restaurant “Lorenzini” in Bern